Eine Frau, die sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt hat, kam mit ihren beiden Kindern zu mir. Seit der Trennung hatten sie sich entfernt und waren nicht mehr zugänglich. Eine Psychotherapie brachte nicht das erhoffte Ergebnis. Lesen sie den Bericht einer wieder glücklichen Mutter:

„Beide Kinder haben zu Beginn der Behandlung aggressive Verhaltensweisen aufgewiesen, konnten sich nach außen nicht öffnen und die Trennung verarbeiten, litten unter geringem Selbstwertgefühl. Mit beiden Kindern habe ich zuvor schon über Monate in Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten versucht, irgendwie an die Kinder ranzukommen, aber leider ohne Erfolg.

Vor allem A. machte zu Beginn große Sorgen im Verhalten, war sehr verschlossen, machte ziemlich aggressive Bemerkungen, war zynischund freute sich wenn er sah, dass andere leiden mussten. Da wir nicht wussten, was da auf uns zu kam, gingen wir also vollkommen unvorbelastet zur ersten Behandlung. Umso mehr hat uns überrascht, dass er beim ersten Besuch bei Herrn Kapfer bereitwillig über seine Probleme redete und wie gut A. im Unterbewusstsein mitarbeitete. Er war an diesem Mittag total groggy, legte sich sogar zu einem Mittagschlaf hin… und am nächsten Tag – für mich unerklärlich – aufstand und sich wie um 180 Grad gedreht hatte. Seiter hat er sich sehr zum Positiven verändert. Hier nur einige Erlebnisse. Eine Aussage, die er mir gegenüber irgendwann mal machte: „Mama, das ist das erste Mal, dass ich wieder lachen kann..:“ Ein Kind, dass sich ganz entgegen seiner bisherigen Art immer mal wieder in meinen Arm kuschelte und schmuste, wenn er mal traurig war, sich nicht wie bisher in seine Traumwelt verkroch und nach außen aggressiv war, im Gegenteil – er suchte das Gespräch und Trost. Für mich ein Riesenerfolg, weil ich sehen kann, dass es ihm wieder besser geht, dass er wieder Freude am Leben hat, dass er so langsam die Situation verarbeitet und sich damit arrangiert.

M. war zu Beginn anscheinend der Pflegeleichtere, dem das alles nicht so viel ausmachte. Probleme, sich in der Klasse zu integrieren waren von Anfang an da. Er versuchte durch sein Verhalten, indem er den Klassenclown spielte, alles zu überspielen. Als sich jedoch A. zu seinem Vorteil veränderte, kam er mit der Situation überhaupt nicht mehr klar. Der Druck durch die Schule wuchs enorm, soweit, dass er teilweise nicht mehr zur Schule wollte, täglich weinend heimkam, Sätze wie „ich bin dazu ja viel zu blöd, keiner liebt mich“ kamen. Daraufhin suchten wir ebenfalls bei Herrn Kapfer Hilfe. Auch hier war es für mich überraschend wie M. arbeitete. Anfangs wurde das Verhalten noch etwas schlimmer, schwieriger für uns alle, er klammerte unheimlich an mir, war nur noch am Heulen aber konnte auch schon öfters aufmachen und erzählen was ihn so bedrückt. Bei M. wurden die Erfolge dann nach zwei bis drei Mal deutlich besser. Sein Verhalten daheim hat sich um einiges gebessert, er ist selbständiger geworden, versucht wieder Kontakt zu seinen Schulkameraden zu bekommen – was er die Monate zuvor verweigert hatte, obwohl er absolut kein Einzelgänger ist – auch nach einem Gespräch mit der Lehrerin bestätigte es sich, dass auch im Unterricht kleine Ansätze einer Besserung da wären.

Beide Kinder haben durch die Therapie gelernt, sich zu öffnen, die ganze Trauer rauszulassen und Trost zu suchen. Das Selbstwertgefühl konnte bei beiden schon erheblich gesteigert werden.

Ich hatte anfänglich nicht auf solche großen Erfolge innerhalb so kurzer Zeit geglaubt, vor allem da wir ja schon monatelange Therapien gemacht hatten und nichts funktionierte. Umso größer war die Freude zu sehen, wie sehr sich die Kinder entwickelten, was diese Behandlungen auslösten. Von vielen Bekannten, die nichts von den Behandlungen wussten, kommen immer noch Kommentare, wie unglaublich gut sich die beiden verändert hätten, wie schön es wäre zu sehen, dass beide Kinder wieder so fröhlich wären. Von beiden Kindern kamen nach den Behandlungen immer wieder Äußerungen wie „Jetzt ist mir leichter, wie wenn jemand einen Stein von mir runter genommen hätte. Ich bin noch traurig, aber mir geht es trotzdem richtig gut.“

Auch wenn es für mich immer noch ein wenig unerklärlich ist wie das alles funktioniert – es hat meinen Kindern sehr geholfen. Ohne diese Möglichkeit wären wir jetzt noch nicht auf diesem Stand. So haben wir eine Chance bekommen, wieder gut zusammen zu leben und das Geschehene gemeinsam zu verarbeiten.“

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